IV. Anhang

1. Lexikon der verwendeten EDV-Termini

Das Fachlexikon entstand während der Arbeit. In ihm verschmelzen die gelesene Literatur mit der in über zwanzig Jahren gewachsenen Erfahrung des Autors. Kritische Anmerkungen zu technischen Einzelheiten konnte er sich daher nicht verkneifen.

ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) = Zukünftige Übertragungsnorm für das Internet, zur Zeit in der Erprobung. ADSL wird über einhundertmal schneller als ISDN sein. Die Übertragung der Daten kann über das Stromnetz (!) erfolgen.

ASCII (American Standard Code of Information Interchange) = Der ASCII-Code legt fest, welches Zeichen des Alphabets durch welche Zahl im binären Zahlensystem als 8Bit-Code repräsentiert wird. Das A entspricht 0I00000I (= 65 als Dezimalzahl). ASCII bildet die Grundlage der Kommunikation zwischen Bediener und EDV-Anlage, weil der Code die Informationen des Rechners in Dezimalzahlen und Buchstaben übersetzt und umgekehrt.

Backup = Kopie oder Sicherheitskopie. Das englische Wort Backup sagt lediglich aus, daß es sich bei der betreffenden Datei um eine Kopie handelt. Ob diese nun eine einfache Verdopplung oder eine Sicherheitskopie sein soll, bleibt unklar. Hier ist das Deutsche eindeutig.

Banner = Banner, eine Werbeeinblendung im Internet. Viele Seiten des Internets finanzieren sich über Banner.

BASIC (Beginners All-purpose Symbolic Instruction Code) = Leicht zu erlernende Programmiersprache, wegen ihrer begrenzten Möglichkeiten veraltet.

Bit = Binary Digit. Kleinste Informationseinheit jedes Computers, ihr Inhalt ist entweder 0 oder 1, was den elektrischen Zuständen "Strom" oder "kein Strom" entspricht. Alle Daten, die ein Computer verarbeiten soll, müssen digitalisiert werden. Die ursprüngliche Komplexität wird durch eine entsprechend große Anzahl von Bits repräsentiert (siehe Byte). Man teilt Computer unter anderem danach ein, wie viele Bits sie gleichzeitig verarbeiten können. Den technischen Stand markieren zur Zeit 256Bit- Prozessoren im Bereich der Graphik.

bps (Bits per Second) = Geschwindigkeitsmaß im Datentransfer in Netzwerken.

Browser ("Sucher") = Der Browser ist das Computerprogramm, mit dem man durch das Internet navigieren und sich die gewünschten Seiten anzeigen lassen kann. Er setzt Informationen des HTML-Formates in sicht- und hörbare Informationen um: Damit wandelt der Browser also die plattformübergreifend erstellten (= von allen Rechnersystemen verstehbaren) Daten in die Form, die das Betriebssystem des jeweiligen Rechners interpretieren kann. Leider stellen die Browser unterschiedlicher Hersteller nicht alle Seiten identisch dar.

Büro-Anwendung = (siehe Office-Programm).

Bugfix = (siehe Patch).

Byte = Einheit aus 8 Bit. Die Zusammenfassung von 8 Bits ermöglicht 256 verschiedene Kombinationen. Damit lassen sich alle kleinen und großen arabischen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen darstellen.

Cache = Zwischenspeicher, dient der schnelleren Datenverarbeitung. Der Cache kann zum einen eine Softwarelösung sein, die eine Anwendung im Arbeitsspeicher des Rechners anlegt, zum anderen aber auch Bestandteil der Hardware in Form schneller RAM-Chips mit vergleichsweise geringer Kapazität. Der Cache kann bei speicherintensiven Operationen mit geringem Volumen eine erheblich höhere Leistung des Systems bewirken.

Carrier = Trägerton; eine Frequenz konstanter Höhe, den das Modem erwartet, bevor es mit dem Versenden der Daten zur Einwahl in ein Netzwerk beginnt. Faxgeräte arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip.

CeBIT (Centrum für Büro, Information und Telekommunikation) = Deutsche Messe, die jährlich in Hannover stattfindet und alle Neuigkeiten der Kommunikationstechnologie vorstellt, vor allem im Bereich der Computer. Sie besitzt weltweite Beachtung, vergleichbare Messen sind die CES in Las Vegas (Schwerpunkt HiFi) und die IFA in Berlin (Schwerpunkt Fernsehen).

Chat-Room ("Plauderzone") = Separate Zone im Internet, in der sich angemeldete Teilnehmer direkt "schriftlich unterhalten" können. Das "Chatten" (ungefähr "Paudern") eröffnet eine neue Dimension der menschlichen Kommunikation: Bei der Geschwindigkeit eines Gesprächs unterhält man sich schriftlich und auf Wunsch völlig anonym. Der Chat ist eine Kreuzung von Unterhaltung, Briefeschreiben und Telefonieren. Auf schnellen Rechnern kann der Chat zusätzlich mit Bild- und Tonübertragung kombiniert werden.

Con (Console) = Als Console werden (graphische oder nicht-graphische) Programmieroberflächen bezeichnet, die einen definierten Befehlssatz einer Programmiersprache beherrschen (DOS, C++).

Cookies ("Kekse") = Kleine Programme, die eine Internetseite auf den Rechner des Anwenders überträgt, damit diese bestimmte Daten an den Betreiber der Internetseite zurücksenden. Cookies kommen besonders oft bei Seiten, die im Internet Ware zum Verkauf anbieten, zum Einsatz.

CPU (Central Processing Unit) = Der Prozessor des Rechners, sein "Herz". Er bestimmt wesentlich die Arbeitsgeschwindigkeit des gesamten Systems und gehört zu seinen teuersten Komponenten. Meist kann er bei Erscheinen schnellerer Nachfolger ausgetauscht werden. Nahezu alle Befehle des Rechners werden vom Prozessor abgearbeitet (90% beim PC, 70% beim Apple).

Datei (engl. file) = Zusammenrückung aus Daten und Kartei. Eine Einheit zusammengehöriger Daten, gegebenenfalls mit assoziierten weiteren Unterverzeichnissen.

Desktop (Schreibtisch) = Bezeichnung für die Arbeitsfläche graphischer Betriebssysteme, die sichtbar ist, wenn keine Anwendung läuft. Die Anwendungen laufen in Fenstern auf dem Desktop ab (daher der Name "Windows"). Mit Desktop-PCs meint man hingegen solche Computer, deren Gehäuse sich meist waagerecht liegend auf dem Schreibtisch befindet. Diese Bauform ist die älteste, sie wurde mit dem IBM Ur- PC von 1980 Standard.

DFÜ (Datenfernübertragung) = Gesamter Bereich des Sendens und Empfangens von Daten zwischen mindestens zwei räumlich getrennten Rechnern. Die Übertragung kann über öffentliche Telefonleitungen, spezielle Netzwerkleitungen oder sogar per Funk bzw. Licht erfolgen.

DirectX = Sammelbezeichnung der Treiber, die unter Windows 95/ 98 Hardware direkt ansteuern können. Die schlechtere Kompatibilität gegenüber generischen Windows-Treibern wird im Interesse einer höheren Geschwindigkeit akzeptiert. Vor allem Spiele, aber auch Graphikprogramme, die 3D-Techniken nutzen, greifen auf DirectX zurück. Je nach Bereich nennen sich die assoziierten Treiber DirectDraw, DirectInput, Direct3D und DirectPlay. Neuerdings verwendet Windows 9x das aus Windows NT stammende OpenGL; ein stabileres, schnelleres und zugleich einfacher zu programmierendes Software-Interface.

Domain (Domäne im weiteren Sinne) = Will man eine Internetseite veröffentlichen, so muß man sich eine Internetadresse urheberrechtlich sichern lassen, zumal jede Adresse natürlich nur einmal vergeben werden kann. Eine echte WWW-Adresse bezeichnet man als Toplevel-Domain, sie kostet Miete.

DOS (Disk Operating System) = Erstes Betriebssystem von Microsoft, seit 1980 erhältlich. Es stellt noch heute die Basis der Betriebssysteme Windows 3.11, 95 und 98 dar. Vor dem Erscheinen von Windows war DOS das alleinige Betriebssystem der PCs. Ohne Windows oder ein anderes graphisches Betriebssystem kann ein Rechner heutige Internetseiten nicht nutzen.

Download ("das Herunterladen") = Vorgang der Übertragung von Daten aus dem Internet auf den eigenen Rechner. Hier können die Daten gespeichert oder weiter verarbeitet werden. Heute lassen sich komplette Software-Programme downloaden.

dpi (Dots per Inch) = Maßangabe für die graphische Auflösung (Punkte pro Zoll). Sie wird für Drucker, Monitore und Scanner benutzt.

Driver = siehe Treiber.

E-Banking = Sammelbegriff für über das Internet abgewickelte Bankgänge (Informationen, Transaktionen und Broking).

E-Commerce = Sammelbezeichnung für Geschäfte (Waren und Dienstleistung), die über das Internet abgewickelt werden.

Email (Electronic Mail) = Bezeichnung für die Post, die Anwender des Internets versenden und empfangen können.

Emoticon = Zusammenrückung von Emotion und Icon. Beispiel: Möchte man in einer Email Freude ausdrücken, tippt man ":-)" (ohne Anführungszeichen) ein, was ein auf der Seite liegendes, lachendes Gesicht darstellen soll.

FAQ (Frequently Asked Questions) = In Internet und Fachzeitschriften standardisierter Begriff für Rubriken, in denen solche Fragen der Anwender, die auf ein Produkt bezogen häufig und typisch sind, gesammelt und beantwortet werden.

Firmware = Software, die in die Hardware als fester Bestandteil in PROMs gebrannt wird; Sie ermöglicht der Hardware erst ihre Funktion. Beispiel: Bekommt der Drucker vom Rechner den Befehl zur Ausgabe eines Zeichens, sorgt die Firmware für eine entsprechende Ansteuerung des Druckkopfes. Bei modernen Komponenten kann die Firmware, die sich dort in Flash-ROMs befindet, mittels spezieller Software getauscht werden, um Fehler zu Beheben oder die Funktion zu verbessern.

Floppy Disk ("wabbelige" Scheibe) = Diskette. Die inzwischen veralteten 5 ¼ Zoll Disketten besaßen noch keine harte Hülle.

Floptical = Zusammenrückung aus Floppy und optical. Ein Floptical-Laufwerk ähnelt einem Diskettenlaufwerk. Durch die optische Führung der Schreib-/ Leseköpfe in Kombination mit der konventionellen magnetischen Datenaufzeichnung fassen diese Laufwerke über 100MB, sind aber in Geschwindigkeit und Sicherheit der Floppy selten überlegen.

FTP (File Transfer Protocol) = Im Gegensatz zum HTTP können mit dem FTP nur Daten (Buchstaben und Zahlen), aber keine sofort sichtbaren Bilder oder Klänge verschickt werden. Durch spezielle Kompression ist das FTP sehr schnell, man nutzt es häufig zum Download von Software.

Hardware = Alle physikalischen Bestandteile des Computers und seines Zubehörs, also Prozessor, Steckkarten, Drucker, Bildschirm usw.

Hex (Hexadezimalzahl) = Computer arbeiten je nach Entwicklungsstufe in den Einheiten Byte (8 Bit), Wort (16 Bit) und Doppelwort (32 Bit). Da das Dezimalsystem mit nur 10 Ziffern arbeitet und damit eine zweistellige Zahl nur 100 Kombinationsmöglichkeiten bietet, benötigt man das Hexadezimalsystem zum Ausdruck eines zweistelligen Wertes mit 256 Kombinationsmöglichkeiten, was einem Byte entspricht Die Buchstaben A bis F repräsentieren die Ziffern >9 (Hex FF = Dezimal 255).

Homepage ("Startseite") = Startseite einer Internetseite, sie enthält meist das Inhaltsverzeichnis und die Links auf weitere Seiten des Inhabers. Beispiel Firma Bosch: Die Adresse www.bosch.de führt zu der Homepage von Bosch. Von dort aus wird man zu den assoziierten Seiten (Mobiltelefone, Autotechnik,...) geleitet. Diese Seiten stellen "Unterseiten" der Homepage dar, was sich in deren Adressen äußert: www.bosch.de/mobilephone.htm

HTML (Hypertext Markup Language) = Die Sprache des Internets. Nach ihren Regeln wird das Aussehen und der Inhalt aller Internetseiten programmiert. Man kann HTML direkt programmieren oder mit Hilfe eines Editors eine Seite entwerfen, die dieser automatisch in das HTML-Format umsetzt.

HTTP (Hypertext Transfer Protocol) = Protokoll der HTML. Beginnt eine Adresse mit "http://", wird eine in HTML geschriebene Seite verlangt. Beginnt die Adresse jedoch mit "ftp://", ruft man eine Seite ab, die nur Daten enthält. Beide Protokolle werden durch das übergeordnete TCP/IP übertragen.

Hyperlink ("übergreifende Verknüpfung") = Verknüpfung von einer Internetseite mit einer anderen. Ein Link ist hingegen eine Verknüpfung innerhalb einer Seite. Klickt man den oft farblich hervorgehobenen Link an, springt der Browser an die angegebene Stelle, etwa an den Seitenanfang. Link und Hyperlink werden häufig synonym gebraucht.

Icon = Symbol. Das Anklicken des Symbols startet die verknüpfte Anwendung oder Datei.

IDE (Intelligent Drive Electronics) = Interne Schnittstelle für Massenspeicher (vor allem Festplatten und CD-ROMs). Das IDE-Interface wurde ursprünglich als preiswerte Alternative zu SCSI-Schnittstellen entwickelt, ist Bestandteil des angeschlossenen Gerätes und kein separater Controller. Der IDE-Anschluß führt auf dem Mainboard nur die "E/A-Beine" des Prozessors ohne weiteren Eingriff zu einem Stecker. Neuere Protokolle (eIDE und DMA/ 33) erreichen eine Performance, die SCSI-Systemen ähnelt. Die Auslastung des Prozessors ist bei Aktivität des Massenspeichers wesentlich höher als bei SCSI-Systemen. Das bedeutet, daß der gesamte Rechner bei dem Zugriff auf die Festplatte langsamer wird, während ein SCSI-Rechner im Idealfall quasi im Hintergrund auf seine Festplatten zugreifen kann. Alle Server und Workstations sind mit SCSI ausgerüstet; nicht zuletzt auch deshalb, weil sich an IDE-Systeme nur maximal vier Massenspeicher anschließen lassen.

Informatik = Kunstwort aus Information, Automatisierung und Technik. Die Wissenschaft der EDV.

Interface = Schnittstelle. Verbindungsstelle unterschiedlicher Komponenten. Das Interface kann eine mechanische Steckverbindung oder eine Softwarelösung zwischen Programmen sein.

Internet = Zusammenrückung aus International und Network, (= internationales Computernetzwerk). Es ermöglicht hardwareseitig die globale Nutzung des WWW.

Intranet = Siehe LAN.

ISDN (Integrated Services Digital Network) = Internationale Bezeichnung für eine Technik, die digitale Daten- und Gesprächsübermittlung über Telefonleitungen ermöglicht. Heutige ISDN- Anschlüsse verfügen über drei Leitungen, von denen maximal zwei gleichzeitig genutzt werden können. ISDN ermöglicht eine schnellere Einwahl und Datenübertragung vom und zum Internet als eine analoge (herkömmliche) Telefonverbindung.

Java = In HTML integrierte Programmiersprache, die bewegte Bildelemente und andere Details komplexer Seiten ermöglicht.

LAN (Local Area Network) = Lokal geschlossenes Computernetzwerk, beispielsweise das Netzwerk einer Firma. Steht das Netzwerk über eine Leitung mit dem Internet in Verbindung, spricht man von einem Intranet.

Laptop = Ursprüngliche Bezeichnung für tragbare, nicht immer batterieberiebene Computer. Das Wort wurde analog zu Desktop gebildet (Lap = Schoß).

Mac (Macintosh) = Der Macintosh ist der Rechner von Apple Computers. Als er 1983 dem deutschen Markt präsentiert wurde, war er der einzige Computer mit einem modernen Bedienungskonzept, bestehend aus graphischem Betriebssystem und Maus. Es existierte ein Exportverbot in die UDSSR, da damals der technologische Stand seines Motorola 68000 Prozessors (intern 32 Bit, vergleichbar mit dem schwächeren 80386 von INTEL, der erst 1987 in Verbindung mit dem noch schwächeren Windows 3.0 erschien) im Ostblock noch nicht verfügbar war. Heute kommen Apple-Computer vor allem in Spezialgebieten rund um die Graphik zum Einsatz, ihr Marktanteil liegt im gewerblichen Bereich in Deutschland weit unter 15%. Sie sind (noch) inkompatibel zum PC-Standard; finanzielle Schwierigkeiten von Apple und Gerüchte um eine Übernahme durch Microsoft könnten dies bald ändern. Damit würde der durch zahlreiche Innovationen bedingte technische Fortschritt allerdings sterben.

Mainboard, auch Motherboard = Hauptplatine. Das Mainboard nimmt über Steckplätze Kontakt zu Prozessor, Arbeits- und Massenspeicher sowie Erweiterungskarten auf. Dieses modular erweiterbare Konzept mit beliebig austauschbaren Komponenten war eine Errungenschaft des PCs. Viele Fachleute sehen darin den Erfolg des PCs schlechthin.

Modem = Zusammenrückung aus Modulator und Demodulator. Das analoge Modem wandelt die Bits des Computers für den Versand in Töne und zum Empfang die eingehenden Töne in Bits zurück, so daß sich diese über eine Telefonleitung transferieren lassen. Der neue V.90-Standard erlaubt eine maximale Geschwindigkeit von 56.000 bps. ISDN-Modems können wegen der digitalen Leitung auf die Wandlung in Tonsignale verzichten. Damit bewältigen sie 64.000 bps oder 128.000 bps mit Kanalbündelung (gleichzeitige Nutzung zweier Leitungen; bei verdoppelter Telefongebühr!).

mounten = Hochfahren des Systems (oder Teilen davon) bei geänderter Konfiguration. Durch Mounten können zum Beispiel neue Laufwerke, die bei Start des Systems noch nicht angeschlossen waren, vom Betriebssystem eingebunden werden. Freies Mounten beherrschen nur wirklich netzwerkfähige Betriebssysteme, wie Windows NT, Apple OS und UNIX. Andere Systeme benötigen einen Neustart.

Notebook ("Notizbuch") = Modernere Bezeichnung des Laptops. Zunächst bezeichnete man mit Notebook elektronische Kalender und Notizbücher. Mit der Miniaturisierung der Laptops nannte man diese schließlich Notebooks. Die Notebooks im eigentlichen Sinne sind vom Markt verschwunden, heutige Geräte mit derartig reduziertem Funktionsumfang haben nur noch eine Größe zwischen einer Scheckkarte und einem Portemonnaie. Sie erhielten einen neuen Namen: Organizer (deutsch: Terminplaner).

Office-Programm = Büro-Anwendung. Das klassische Aufgabenfeld des Computers bilden Textverarbeitung, Kalkulation, Datenbank und später die Präsentation. Den Quasistandard liefert Microsoft mit seinen Office-Programmen Word, Excel, Access und PowerPoint, doch der Marktanteil verringert sich: Günstigere Pakete mit besserer Leistung, die die mit Microsoft erstellten Dateien verarbeiten können, drängen auf den Markt (zum Beispiel StarOffice von Stardivision, Hamburg).

Offline (etwa "Verbindung getrennt")= Zustand, in dem der Computer nicht bereit ist, mit dem Netzwerk zu kommunizieren. Der Begriff "Offline" rührt von Nadeldruckern her. Ist ein Drucker offline, kann er keine Zeichen ausgeben, der Anwender aber statt dessen die Papierwalze manuell betätigen, um dem Drucker das Dokument zu entnehmen. Da aktuelle Drucker nur noch selten mit Endlospapier arbeiten, ist die ursprüngliche Bedeutung weitestgehend verlorengegangen.

Online (etwa "Verbindung hergestellt") = Gegenteil zu Offline, der Computer belegt die (Telefon-)Leitung und kann Daten senden und empfangen. Viele Anwender ziehen eine Seite aus dem Internet und gehen dann zu deren genauerer Betrachtung offline, um Kosten zu sparen.

OS (Operating System) = Betriebssystem; Software, die zum einen die Hardware steuert und die zum anderen Anwendungsprogramme für die eigene Ausführung benötigen.

Patch ("Fehlerbeheber") = Moderne Software ist so komplex, daß sie nie auf Anhieb fehlerfrei sein kann. Daher bessern die Hersteller nach. Ein Patch tauscht die fehlerhafte ausführbare Datei des Programms komplett aus. Ein Workaround veranlaßt das Programm lediglich, eine fehlerhafte Operation nicht bzw. modifiziert auszuführen. Der Bugfix stellt gezielt den Fehler eines Programms ab, indem er beispielsweise eine vom Programm aufgerufene Datei, die den Fehler provoziert, manipuliert.

PCMCIA (Portable Computer Mini Card Internal Adaptor) = Steckplatz für Notebooks, in den Steckkarten im Scheckkartenformat eingesteckt werden können. Seine Leistung liegt zwischen den ISA- und PCI-Steckplätzen eines stationären Systems.

Pixel = Zusammenrückung aus Picture und Element, kleinste Einheit einer Graphik, die der Computer ansprechen kann. Manchmal sagt man im Deutschen Bildpunkt, was genau genommen nicht das gleiche meint, denn der Begriff Bildpunkt ist im Zusammenhang mit der Bildschirmröhre vergeben. Während man die Zahl der Pixel mit verschiedenen Auflösungen variiert, bleibt die Zahl der Bildpunkte der Röhre immer gleich.

Plugin ("integrierbares Softwaremodul") = Die Architektur vieler neuerer Programme, auch die der Browser, ist offen gestaltet. Will man einen Browser im Funktionsumfang erweitern, damit dieser ein neuartiges Dateiformat verarbeiten kann, ist es möglich, ihm diese Fähigkeit mittels eines kleinen Programms, das sich in den Browser integriert, nachträglich zu geben. Weil immer schneller neue Formate entwickelt werden, vor allem für die Verarbeitung von Graphik und Sound in Echtzeit, ist das Plugin-System heute Standard.

Prolog (Programming in Logic) = Veraltete kaufmännisch orientierte Programmiersprache, die nur noch vereinzelt bei Großrechnern Anwendung findet.

Provider = Versorger, Anbieter. Bezeichnung für Firmen, die dem Kunden die Einwahl in das Internet und oft weitere Leistungen anbieten.

RAM (Random Access Memory) = Arbeitsspeicher des PCs. Hier abgelegte Informationen können am schnellsten aufgerufen und verändert werden. Sein Inhalt ist flüchtig: Nicht gesicherte Informationen gehen bei Absturz oder Ausschalten des PCs verloren. Es existieren inzwischen unterschiedliche Typen von RAM (nach Performance geordnet): FPM-RAM (Fast Page Mode RAM, 32 Bit, 80486er), EDO-RAM (Extended Data Out RAM, 32 und 64 Bit, Pentium) und SD-RAM (Synchronous Dynamic RAM, 64 Bit, Pentium II und III).

Real-Audio ("Echtzeit-Audio") = Ein Audioformat, welches im Internet Musik in Echtzeit abspielt.

Realtime = Echtzeit. Bei Anwendungen, die zur Ausführung vernachlässigbar wenig Zeit benötigen, spricht man irreführendender Weise von Ausführung in Echtzeit.

ROM (Read Only Memory) = Nur lesbarer Speicher, in ihm brennt der Hersteller die Firmware ein, die dann nicht mehr geändert oder gelöscht werden kann. Neuere Computer verfügen über Flash-ROMs, die mittels spezieller Software neu bespielt werden können. Der Bestand ihres Inhalts ist nicht von der Stromversorgung abgängig.

Scanner (optischer Abtaster) = Ein Gerät, das Abbildungen und Text in den Computer einliest. Die Funktionsweise ähnelt der eines Farbkopierers. Die Scanner haben einen unglaublichen Preisrutsch erlebt. Noch vor zehn Jahren fand man Scanner nur in großen Graphikstudios, während es einfache Scanner inzwischen für unter DM 100,-- zu kaufen gibt; wenn auch diese in der Qualität nicht an professionelle Geräte heranreichen.

SCSI (Small Computer System Interface) = Professionelles Interface zur Steuerung von Massenspeichern und anderer Peripherie, Datentransfer bis 80 MB/ s (siehe auch IDE).

Software = Jede Art von Programmen und Dateien. Die Software befindet sich auf einem Datenträger und kann nur mit einem kompatiblen Computer sichtbar gemacht und eingesetzt werden. Software kann in den seltensten Fällen auf Disketten gespeichert werden, da diese nur eine unzureichende Speicherkapazität aufweisen. Deshalb wird Software im allgemeinen auf CD-ROMs gebrannt; diese besitzen mehr als die 450fache Kapazität und bieten als optisches Medium maximale Datensicherheit. Dank der neuerdings preisgünstigen CD-Brenner kann jeder Anwender seine Daten selbst auf CD-Rs schreiben.

Soundkarte = Erweiterungskarte, mit deren Hilfe der Computer komplexe Tonsignale aufzeichnen und wiedergeben kann.

SR (Service Release) = Angabe der Version von fehlerbereinigten Betriebssystemen und Programmen (Windows 95 SR2).

Streaming-Video ("(sofort) fließendes Video") = Ein Videoformat des Internets, das bei Aktivierung des Downloads das Video in Echtzeit abspielt.

TCP/IP (Transmission Control Protocol/ Internet Protocol) = Die Basis der Internet-Kommunikation. Das TCP/IP zerlegt die Informationen in kleine Pakete, die den Empfänger auf unterschiedlichen Routen erreichen können und dort wieder zusammengesetzt werden. Das Verfahren soll Staus auf den Datenleitungen vorbeugen.

Texel = Zusammenrückung aus Texture und Element, eine Analogiebildung zu Pixel. Gemeint sind Oberflächen, die der Computer über dreidimensionale Drahtmodelle zieht und damit die Optik massiver Körper aus definiertem Material, z.B. Holz simuliert.

Tower = Das heute gängige Gehäuse für Computer. Es steht meist aufrecht unter dem Schreibtisch.

Treiber = Programm, das die Nutzung einer Komponente des Computers innerhalb eines Betriebssystems ermöglicht. Ohne CD-ROM-Treiber wäre ein CD-ROM unter Windows nicht nutzbar. Die Treiberentwicklung kann nicht mit dem raschen Entwicklungszyklus moderner Hardware Schritt halten. Deshalb kann der Anwender sich aktualisierte Treiber auch lange nach dem Kauf einer Hardware-Komponente besorgen und damit deren Kompatibilität, manchmal sogar deren Funktion verbessern. Zur leichteren Identifikation tragen Treiber Versionsnummern, die Aufschluß über Alter und Entwicklungsstand zulassen (Beispiel: 2.11.03 = zweite Generation des Treibers in elfter Version mit dritter Fehlerkorrektur).

Upload ("das Hochladen") = Gegenteil zum Download, beim Upload stellt der Anwender Daten seines PCs ins Internet, i.d.R. mit der Absicht, diese anderen zugänglich zu machen.

USB (Universal Serial Bus oder Universeller Serieller Bus) = Schnittstelle, die einen Transfer von bis zu 2MB/ s zuläßt und über die Hot-Plug-Fähigkeit verfügt; Geräte können im laufenden Betrieb des Systems angeschlossen werden und sind (theoretisch) ohne Neustart nutzbar. Das erste gemeinsame Interface von Apple und PC (!). Für kleinere Komponenten liefert USB sogar den Strom (bis 500mA je Gerät). Bis zu 127 Geräte können an einen USB-Port in Reihe angeschlossen werden.

VGA (Video Graphics Adapter) = Wer von VGA spricht, kann zwei Dinge meinen. Zum einen beschreibt VGA den Videostandard von PC und Monitor. Zum anderen bezeichnet VGA eine Auflösung von 640 x 480 Pixel, weil dies die ursprüngliche und einzig mögliche Auflösung des PCs mit den ersten VGA-Karten war. Heute existieren zahlreiche höhere Auflösungen, z.B. SVGA (Super VGA) = 800 x 600 Pixel und XGA (Extended VGA) = 1024 x 768 Pixel (im Gegensatz zu anderen Bereichen der EDV aber nie in Form von *sVGA oder *xGA geschrieben).

Virenscanner = Ein Programm, das Viren in Dateien erkennen, abfangen und unschädlich machen soll. Viren sind kleinste Programme, die auf einem Computer ernste Schäden bis zum totalen Datenverlust bewirken können. Sie verbreiten sich durch zwischen Rechnern ausgetauschte Dateien, die zuvor von dem Virus des befallenen Rechners infiziert worden sind. Das Internet ermöglichte den meist von Hackern entwickelten Viren erst die aktuelle Dimension bezüglich ihrer Verbreitung.

WfW (Word for Windows oder Windows for Workgroups) = Das Initialwort verfügt hier über zwei unterschiedliche Lesarten. Es bezeichnet zugleich die graphische Oberfläche Windows und die gängigste Textverarbeitung unter diesem Betriebsystem.

Win (Windows) = Abkürzung für die graphischen Betriebssysteme von Microsoft.

Wintel = Zusammenrückung aus Windows und Intel. Die Kontamination bezeichnet den PC-Standard, also die Einheit von INTEL-kompatiblen Prozessoren und Microsoft-Betriebssystemen.

Workaround = Siehe Patch.

WWW (World Wide Web) = Weltweites Netz, weshalb WWW häufig synonym zu Internet gebraucht wird. Bei Seiten, die für jedermann im Internet zugänglich sind und damit eine Toplevel-Domain darstellen, ist ein kostenpflichtiger Eintrag bei der Denic, die alle Domains des Internets verwaltet, erforderlich.

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2. Quellenverzeichnis

Konventionelle Literatur

1. Bohmann, Stephanie. Englische Elemente im Gegenwartsdeutsch der Werbebranche. 1. Auflage. Marburg: Tectum Verlag, 1996.

2. Braun, Peter. Deutsche Gegenwartssprache: Kritische Information. 1. Auflage. München: Wilhelm Fink Verlag, 1979.

3. Der Neue Brockhaus: Lexikon und Wörterbuch in 5 Bd. u. e. Atlas. 7., völlig neu bearbeitete Auflage. Wiesbaden: F.A. Brockhaus, 1985.

4. Fleischer, Wolfgang. Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 5., unveränderte Auflage. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 1982.

5. Flick, Hans-R. Fachsprachen. UTB. 2., durchgesehene und erweiterte Auflage. München: Francke Verlag, 1980.

6. Gora, Stephan. Grundkurs Rhetorik: Eine Hinführung zum freien Sprechen. 1. Auflage. Stuttgart: Klett Verlag, 1992.

7. Landesinstitut Schleswig-Holstein für Praxis und Theorie der Schule. Arbeitspapiere zur Unterrichtsfachberatung: Formen und Methoden fächerübergreifenden Arbeitens. Nummer 5330/137, 1997.

8. Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Lehrpläne: Grundschule und Sekundarstufe I der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen 1997.

9. Rößling, Friedo. Aufsatzerziehung: Ausdruck, Inhalt, Grammatik. 2. Auflage. Köln: Verlag H. Stam GmbH, 1974.

10. Sacher, Werner. Der Bildungsauftrag der Schule im Zeitalter des Internet. Schulpädagogische Untersuchungen Nürnberg. Heft Nr. 5, 1998.

11. Ullmann, Stephen. Sprache und Stil: Aufsätze zur Semantik und Stilistik. 1. Auflage. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 1972.

12. Ulrich, Winfried. Linguistische Grundbegriffe. 4., erneut bearbeitete und erweiterte Auflage. Unterägeri: Verlag Ferdinand Hirt, 1987.

13. Zittlau, Jörg. "Itís cool, man!": Neudeutsch für amerikanisierte Germanen. 1. Auflage. Hamburg. Rasch und Röhring Verlag, 1996.

Fachzeitschriften

1. Computer-Bild. Springer Verlag AG, Hamburg. 14täglich, ca. 250 Seiten, DM 2,70.

2. cít: Magazin für Computertechnik. Verlag Heinz Heise & Co KG, Hannover. 14täglich, ca. 400 Seiten, DM 5,--.

3. PC-Welt. IDG Magazine Verlag GmbH, München. Monatlich, ca. 350 Seiten plus CD, DM 7,20 (Schwesterzeitschrift der amerikanischen PC-World).

4. T-Online für Einsteiger. Verlagsvertretung Nielsen, München. Monatlich, ca. 160 Seiten, DM 5,--.

5. Wirtschaftssiegel: Wissen und Didaktik für Bildung und Beruf. Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart. Zweimonatlich, ca. 30 Seiten, DM 3,50.

Quellen aus dem Internet

1. Bödecker, Anna. Riesenbiß in Mutterbrett. www.ct.de, 1999.

2. Bödecker, Anna. Stirbt Deutsch aus?. www.prophecy-factory.de, 1999.

3. Bödeker, Anna. Sprache und Sprache. www.prophecy-factory.de, 1999.

4. Cisco Systems Inc. Sind Sie bereit für das Internet?. www.cisco.de, 1999.

5. Filmarchiv. www.zelluloid.de, 1999.

6. Hertramph, Herbert. Machen Sie mehr aus Ihrem Typ!. www.maennerseite.de, 1999.

7. Hoffmann, Birgit. Wortschöpfungen in der Sprache der EDV. www.prophecy-factory.de, 1998.

8. Sony Deutschland GmbH. Unterhaltungselektronik. www.sony.de, 1999.

9. Steinhoff, Jürgen. Sprach-Störung. www.stern.de, 1999.

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